Laufende Scheibe

Als Laufende Scheibe wird eine Wettkampfdisziplin beim Schießen bezeichnet. Bis zum Jahr 1992 wurde diese Disziplin auch als Laufender Hirsch oder Laufender Keiler bezeichnet, danach allerdings als Laufende Scheibe. Es geht bei dieser Disziplin darum, dass die Ziele auf eine Entfernung von zehn oder fünfzig Metern getroffen werden. Auf der Zielscheibe ist ein Keiler zu sehen, zumindest bei der Variante mit Schießen aus fünfzig Meter Entfernung. Es wird mit einem Kleinkalibergewehr geschossen, welches über ein Zielfernrohr verfügt. Im Visierbereich hat dieses zwei Stachel, damit kann der Haltepunkt anvisiert werden. Das Gewehr wird immer dem Ziel etwas vorgehalten.

Es gibt zwei Wettkampfteile, bei denen jeweils 2 x 30 Schuss abgegeben werden. Der erste Teil ist der Langsamlauf, wobei sich die Scheibe innerhalb von fünf Sekunden über eine Entfernung von zehn Metern schiebt. Der zweite Teil ist dann der Schnelllauf, dabei bewegt sich die Scheibe in nur 2,5 Sekunden über die zehn Meter. Wenn der Schütze keinen Schuss abgibt, so wird der Durchgang mit Null gewertet. Zuerst bewegt sich die Scheibe von rechts nach links, dann von links nach rechts. Daher auch die Bezeichnungen Linkslauf und Rechtslauf. Der Schütze darf seine Waffe übrigens erst in Höhe seiner Schulter halten, wenn die Scheibe sichtbar wird. Ansonsten muss er sie in Hüfthöhe halten.

Es gibt das Normalprogramm und das Mixprogramm bei der Laufenden Scheibe. Bei letzterem werden zwei Durchgänge geschossen, aber der Schütze weiß im Voraus nicht, ob es ein Langsamlauf oder ein Schnelllauf werden wird. Wenn die Laufende Scheibe mit dem Luftgewehr geschossen wird, so beträgt die Entfernung nur noch maximal zehn Meter. Die Schneise ist zwei Meter breit. Es gibt keine Wildschweinscheibe, sondern zwei Ringspiegel, die nebeneinander liegen. Sie sind beide auf einer Pappscheibe untergebracht. Bis zum Jahr 2004 war die Laufende Scheibe eine Wettkampfdisziplin bei den Olympischen Spielen. Ab 2008 gibt es sie nicht mehr, ebenso wie die „Doppeltrap Damen“.